So sieht die richtige Laufkleidung aus
Um bei jedem Wetter laufen zu gehen, braucht es nicht nur eine große Portion Motivation, sondern auch die richtige Kleidung. Mit unseren Tipps hast du es zu jeder Jahreszeit bequem und musst deinen Schrank nicht bis obenhin mit unterschiedlicher Laufkleidung vollpacken.
Funktionskleidung hält dich trocken
Laufen ist nicht gleich laufen: Mit seinen verschiedenen Disziplinen bedeutet dieser Sport für jeden etwas anderes. Deshalb solltest du deine Kleidung klug auswählen, um so bequem wie möglich unterwegs zu sein. Trotz der scheinbar unendlichen Möglichkeiten, gibt es ein paar Basics, die du bei der Wahl deines Outfits am besten immer befolgst:
Nein zu Baumwolle
Auch wenn Baumwolle im Alltag zu den beliebtesten Materialien zählt, vermeidest du dieses Material beim Laufen am besten (und bei anderen intensiven Sportarten auch). Baumwolle absorbiert Wasser und speichert es – egal ob vom Regen oder deinem eigenen Schweiß. Diese gespeicherte Feuchtigkeit hält Baumwollkleidung nah an deiner Haut, was für ein kaltes, unangenehmes Gefühl sorgt. Außerdem ist feuchte Baumwolle schwer, führt zu Reibungen und fördert die Ausbreitung von Bakterien in sensiblen Bereichen.
Ja zu Funktionskleidung
Wenn wir über Funktionskleidung sprechen, meinen wir Kleidungsstücke, die speziell für deinen Sport entwickelt und designt wurden und deine ideale Körpertemperatur beim Workout erhalten sollen. Meistens bestehen sie aus synthetischen, wasserfesten Materialien (z. B. Polyester), die keine Feuchtigkeit absorbieren und sehr schnell trocknen. Durch einen zusätzlichen Elastananteil wird das Material dehnbar und daher unglaublich bequem (der berühmte Stretch-Effekt). Ein Funktionskleidungsstück muss atmungsaktiv sein, um Schweiß entweichen zu lassen. Außerdem sollte es mit zusätzlichen Technologien hergestellt werden, die dich wenn nötig vor Kälte, Wind und Regen schützen. Ein Funktionskleidungsstück zum Laufen sollte auf deine Bewegungen zugeschnitten sein und durch strategisch platzierte Nähte zu keinem Unwohlsein führen. Beim Laufen soll dich qualitativ hochwertige Funktionskleidung trocken halten und für Komfort sorgen, damit du deinen Sport in vollen Zügen genießen kannst!
Trage Lagen
Welchen Outdoor-Sport du auch ausübst, mit einem Drei-Lagen-System bist du immer passend gekleidet. Ohne unnütze Lagen lässt es sich effizient an verschiedene Wetterbedingungen anpassen:
- Die Baselayer liegt an der Haut an und leitet Schweiß ab.
- Die Midlayer schützt dich wenn nötig vor der Kälte.
- Die Outerlayer schützt dich vor den Elementen wie Wind, Regen und Schnee.
Passe deine Kleidung dem Wetter an
Laufen ist eine intensive Sportart, wodurch dein Körper währenddessen jede Menge Wärme erzeugt. Greif deshalb am besten zu Kleidung, die du tragen würdest, wenn es draußen 10° C wärmer wäre. So wird es dir nach den ersten Kilometern nicht schon zu warm! Dieser Tipp gilt übrigens auch fürs Langlaufen – eine Wintersportart, bei der man gern einmal zu viel trägt. Finde in unserem Artikel direkt mehr heraus: So ziehst du dich zum Langlaufen richtig an. Achte beim Zusammenstellen deines Laufoutfits auf diese Punkte: Disziplin und Intensität: wenig Kleidung für Straßenlauf, zusätzlicher Schutz für Trail Running. Dauer und Support: Für anstrengendere Langstreckenläufe oder Trails musst du auf Sicherheit, Komfort, Energie- und Flüssigkeitsversorgung und extra Ausrüstung achten, die du vielleicht brauchst. Tauche hier gleich noch weiter in dieses Thema ein: Welche Ausrüstung brauche ich für Trail Running? Wetterbedingungen und Klima: Diese Kriterien sind vielleicht die wichtigsten, wenn du deinen Look zusammenstellst.
Welche Laufkleidung passt zu welchem Wetter? Wir verraten es dir:
Heiße und trockene Bedingungen
Hier haben wir die Basis-Kombi für dich, wenn du im Sommer und an wunderschön sonnigen Tagen laufen gehst.
- Oberkörper: Ein funktionelles T-Shirt oder Tanktop reicht bereits aus und schützt deine Haut vor direkter Sonneneinstrahlung. Greife am besten zu hellen Farben.
So findest du den besten Sport-BH
Trage eine Kappe oder ein Visier, um auch deinen Kopf vor der Sonne zu schützen. Hoch oben in den Bergen können die Temperaturen selbst im Sommer unerwartet fallen. Wenn du länger unterwegs bist (beim Trail Running in den Bergen zum Beispiel), pack am besten noch eine leichte Beanie in deinen Rucksack oder zumindest ein dünnes Stirnband.
- Unterkörper: Shorts oder Kompressionshorts sind gut, wähle sie aber bewusst aus.
Nasse, wechselhafte oder regnerische Bedingungen
Das Wetter ist nicht ideal oder soll schlechter werden? Kein Problem! Mit ein, zwei extra Kleidungsstücken kann kommen, was will.
- Oberkörper: Pack eine Laufjacke ein. Unsere Tipps zeigen dir,wie du deine ideale Laufjacke findest.
- Unterkörper: Ein Paar Shorts reichen für gewöhnlich auch noch aus, wenn die Temperaturen um 0 bis 5° C fallen, weil deine Beine weniger anfällig für Kälte und Nässe sind.
Winter oder richtig kalte Bedingungen
- Schütze deine Gliedmaßen vor der Kälte:Das ist die wichtigste Regel im Winter!
Über unsere Gliedmaßen (Kopf, Ohren, Hals, Hände, Füße) verlieren wir 60 bis 70 % unserer Körperwärme – die Hälfte davon allein über den Kopf. Wenn du an kalten Wintertagen laufen gehst, lautet unser Nr. 1 Tipp daher: Schütze deine Gliedmaßen und dadurch deine Körpertemperatur. Wähle eine Beanie, ein Stirnband oder ein Schlauchtuch je nach Außentemperatur und Intensität deines Workouts. Bereits dünne Handschuhe halten deine Finger warm und schützen deine Hände auch, solltest du ausrutschen. Achtung: Dickere Socken (zum Beispiel aus Merinowolle) bringen nur etwas, wenn deine Schuhe nicht zu eng sind. Deshalb sollten Laufschuhe für sehr kaltes Wetter eine halbe Größe größer sein als gewöhnlich. Und vergiss nicht, dass du auch Überschuhe oder Gamaschen tragen kannst.
- Oberkörper: Erhalte deine Körpertemperatur bei sehr niedrigen Temperaturen oder kräftigem Wind mit dem Drei-Lagen-System. Deine gewöhnliche Baselayer reicht dabei möglicherweise schon aus. Wenn nötig, kannst du diese aber auch durch ein leicht wärmeres Longsleeve austauschen. Als Midlayer eignet sich zum Laufen ein dünnes Kleidungsstück aus Fleece und als Outerlayer eine winddichte oder wasserfeste Jacke.
Denk auch immer an eine warme Jacke. Wenn du mal eine Pause einlegst und dich nicht mehr bewegst, verliert dein Körper sonst schnell an Wärme.
- Unterkörper: Wenn deine Shorts oder Kompressionshorts nicht ausreichend Schutz bieten, trage lange Tights – besonders wenn Schnee liegt.
Da die Wintertage so kurz sind, laufen wir oft im Dunkeln. Mit einer Stirnlampe und reflektiven Details auf deiner Kleidung machst du dich für Autofahrer sichtbarer. Wie du siehst, bietet dir die richtige Kleidung bei allen Wetterbedingungen jede Menge Komfort. Investiere daher lieber in ein paar Kleidungsstücke, die beim Laufen wirklich etwas zu deinem Wohlbefinden beitragen, anstatt dir im Sale die größten Schnäppchen zu sichern. Oft ist ein großartiges Outfit, das du unbedingt tragen möchtest, schon Motivation genug für eine Runde Joggen am Abend!