Was sind Skitouren?
Bei Skitouren erklimmen Skifahrer*innen mit spezieller Skiausrüstung einen Berg aus eigener Kraft und fahren diesen mit ihren Ski dann wieder hinunter – das ist zumindest die Grundform von Skitouren. Ein großer Reiz lag dabei bisher daran, dass das Ganze meistens abseits der Pisten, Skigebiete und der Zivilisation stattfand. So konnten Skitourengeher*innen tiefer in die Natur eintauchen und unberührte Landschaften noch intensiver erleben.
Hört sich nach einem Traum an, oder? Das dachten sich auch viele andere, weshalb es Skitouren mittlerweile in vier Kategorien gibt. Diese Infos sind besonders nützlich, wenn du dich mehr mit dieser Sportart befassen willst.
- Klassische Skitouren
- Skitourenrennen
- Pistenskitouren
- Freetouring
Welche Skitourenarten gibt es?
Eines vorab: Es gibt wahrscheinlich genauso viele unterschiedliche Skitourengeher*innen wie Lines in den Bergen. Um herauszufinden, welche Möglichkeiten dir überhaupt zur Verfügung stehen, schaust dir daher ein paar Kategorien am besten näher an. Zu den Kategorien zählen klassische Skitouren, Skitourenrennen, Pistenskitouren und Freetouring.
Klassische Skitouren
Klassische Skitouren eignen sich für alle, die die Natur abseits der Skigebiete entdecken und nicht nur die einzigartige Schönheit der winterlichen Berge erleben möchten, sondern auch die Abenteuer, die sie bereithalten. Die Skifahrer*innen dieser Kategorie sind auf unterschiedlichen Levels, genießen den Weg auf den Gipfel aber genauso sehr wie den Weg zurück ins Tal. Sie wünschen sich hauptsächlich eine einmalige Zeit in den Bergen mit ihren Freund*innen – ihnen ist es nicht so wichtig, wie steil die Lines oder wie tief der Powder ist.
Skitourenrennen
In dieser Gruppe finden sich Ausdauersportler*innen wieder, die sich den immensen Herausforderungen stellen, die die Berge im Winter bieten. Sie verfolgen ein Ziel: eine Strecke in den Bergen in kürzester Zeit zurücklegen. Daher liegt ihr Fokus auch auf der leichtesten Ausrüstung mit der höchsten Performance. Man sieht diese Hardcore-Skibergsteiger*innen (auch „Skimo“ genannt) oft mit dünnen, federleichten Ski, Langlaufstöcken und Rennanzügen – sie in freier Wildbahn und in Action zu sehen ist ein ganz besonderer Anblick.
Pistenskitouren
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass Skitouren den klassischen Skigebieten den Rang ablaufen könnten. Deshalb haben viele Gebiete einen Schritt weiter gedacht, sind auf diesen Zug aufgesprungen und haben ihre eigene kleine Skitouren-Nische gebildet: Dabei bieten sie Skitourengeher*innen „Aufstiegsspuren“ innerhalb des Skigebiets, auf denen sie den Berg ohne jegliche Lifte erklimmen können. Eine großartige Idee für sowohl Anfänger*innen, die Skitouren zuerst innerhalb eines sicheren Rahmens testen wollen, und für Ausdauersportler*innen, die sich nach einem Workout in der winterlichen Natur sehnen.
Freetouring
Fans des Freetouring stürzen sich am liebsten in tiefen, unberührten Powder und/oder steile, schwierige Lines hinunter. Ihr Fokus liegt hauptsächlich auf der Abfahrtsperformance, weshalb ihre Ausrüstung für gewöhnlich schwerer ist als die für Skitourenrennen oder Skibergsteigen. Trotzdem ist sie leichter als eine gewöhnliche Ausrüstung für Skigebiete, da die Freerider den Anstieg immer noch aus eigener Anstrengung bewältigen müssen, ohne dass die Kraft in den Beinen sie verlässt.
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Welche Fähigkeiten brauche ich für Skitouren?
Skitouren sind nicht nur den besten Skifahrer*innen vorbehalten, sondern für eine Vielzahl von Wintersportfans möglich. Das gilt besonders für Pistenskitouren – je nachdem, wohin die Aufstiegsspuren führen, kommen hier sogar relative Anfänger*innen in den Genuss eines Touren-Anstiegs und einer Abfahrt auf präparierten Pisten für Anfänger*innen oder Fortgeschrittene.
Wenn du dich allerdings abseits der Piste aufhalten möchtest – und das ist ein sehr wichtiges „wenn“ –, brauchst du ein paar essenzielle Fähigkeiten für ein Abenteuer im Backcountry.
- Lawinensicherheit – Skigebiete investieren viel Zeit, Mühe und Geld in die Sicherheit ihrer Pisten. Außerhalb dieser Bereiche erwartet dich die unberührte und wilde Natur, die du nur richtig genießen kannst, wenn du über die nötigen Kenntnisse verfügst. Das ist auch ein Grund, warum Backcountry-Skifahren so beliebt ist: Man muss sich die erforderlichen Fähigkeiten aneignen, um diese einmalige Umgebung sicher erleben zu können. Dazu zählen Kurse zur Lawinensicherheit, bei denen du lernst, gefährliche Bereiche richtig zu identifizieren und Lawinenopfer schnell und effizient zu finden und zu retten.
- Erste Hilfe – Wenn abseits der Piste etwas passiert, kann es dauern, bis Hilfe eintrifft. Mit guten Erste-Hilfe-Kenntnissen fürs Backcountry kannst du sicherstellen, dass aus einem wunderschönen Tag kein Horrortag wird. Dabei lernst du zum Beispiel, wie du aus den dir zur Verfügung stehenden Materialien einen Rettungsschlitten baust.
- Spitzkehre – Wenn der Anstieg für Skitourengeher*innen zu steil wird, um geradeaus noch effizient voranzukommen, gehen sie mit einem Zick-Zack-Muster weiter. Für die Richtungsänderung greifen sie dabei auf ein spezielles Manöver namens Spitzkehre zurück. Die ersten Versuche mögen sich ein wenig eigenartig anfühlen. Doch auch hier gilt: Übung macht den Meister und die Meisterin. Skigebiete mit Aufstiegsspuren sind perfekt, um deine Spitzkehren zu üben. Bevor du dich in dein Abenteuer abseits der Piste stürzt, gewöhnst du dich dort am besten an diese wichtige Fähigkeit.
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