Nachhaltigkeits-Storys – Folge 2: Sicherheit im Backcountry
Eine kleine Auffrischung in Sachen „Sicherheit in den Bergen“ mit Salomon Team Riders und zertifizierten Bergführern
In der zweiten Folge unserer Nachhaltigkeits-Storys findest du mehr darüber heraus, wie du dich in Sachen „Sicherheit im Backcountry“ weiterbilden kannst. Zuerst sprechen wir mit dem zertifizierten Bergführer und Mitglied des Salomon Freeski-Teams Tony Lamiche über die Salomon Mountain Academy on Snow. Außerdem haben wir einen weiteren zertifizierten Bergführer und Salomon Athleten ausfindig gemacht: Greg Hill (der gerade im Bademantel am offenen Kamin saß) erzählt uns, wie professionelle Skifahrer ihr Wissen über Backcountry-Aktivitäten kontinuierlich erweitern. Außerdem teilt er mit uns auch eine ganz persönliche Story darüber, wie ihm zu viel Übermut bei einer Lawine in Pakistan fast sein Leben kostete, und warum es so wichtig ist, sich immer weiterzubilden.
Zum Schluss treffen wir Salomon Snowboard Team Rider und Allroundtalent Victor Daviet in den Bergen. Er verrät uns, warum er ein Programm namens Safety Shred Days ins Leben rief, bei dem sich junge Freerider in einer coolen Umgebung günstig Tipps von Guides und Profis wie ihm abholen können. Dann essen wir Käse und Brot. Und natürlich kannst du dich wie in Folge 1 auf ein paar Überraschungen freuen.

SICHERHEITS-BASICS IN DEN BERGEN
In Folge 2 erfährst du auch ein paar „Backcountry Basics“ von den vielen Bergführern, mit denen wir bei Salomon zusammenarbeiten. Hier eine kleine Erinnerung:
- 1. So etwas wie „risikofrei“ gibt es nicht. Wenn man alle Risiken vermeiden will, muss man zu Hause bleiben. Um sicher in den Bergen unterwegs zu sein, muss man Risiken managen. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, wo die größten Gefahren lauern und wie sehr du ihnen ausgesetzt bist.
- 2. LVS-Gerät, Schaufel, Sonde und sogar ein Airbag-Rucksack sind keine Sicherheitstools, die Unfälle verhindern. Sie kommen zum Einsatz, wenn es bergab geht – im übertragenen Sinne. Du solltest wissen, wie du sie benutzt, sie aber hoffentlich nie benutzen müssen.
- 3. Nur weil das Risikolevel laut Vorhersage im unteren Bereich liegt, heißt das noch lange nicht, dass du alle Gefahren einfach ausblenden kannst. Lawinenberichte sind großartige Tools, aber nur ein kleines Teilchen eines sehr großen Puzzles. Denk also daran: Wenn du da draußen auf der Suche nach dem besten, tiefsten Pulverschnee bist, kann es gut sein, dass du viel Zeit in Gebieten mit einem höheren Risiko verbringst. 4. In der Nähe eines Skigebiets zu sein, ist kein Synonym für Sicherheit. Egal ob du ein paar Meter von der präparierten Piste entfernt oder innerhalb eines abgeriegelten, unkontrollierten Skiresorts unterwegs bist – nur weil Sessellifte in der Nähe sind, heißt das noch lange nicht, dass kein Risiko besteht. Du bist in der freien Natur unterwegs und dafür verantwortlich, dein eigenes Risiko zu managen. 5. Schlussendlich: Nur weil du Skispuren siehst, macht das die ganze Sache nicht automatisch sicher. Bedingungen verändern sich während des Tages und über mehrere Tage hinweg. Folge keiner Steigfell-Spur, nur weil sie eben da ist oder weil die Karte deiner Handy-App das so sagt. Wenn es um einen sicheren Tag in der freien Natur geht, ist es am wichtigsten, zu lernen, wie man ein Terrain richtig liest.
Denk daran, dass die Sache anders aussieht, wenn du die Grenzen einer kontrollierten Umgebung wie einem Skiresort verlässt. Bergführer haben uns erzählt, dass sowohl Anfänger als auch enorm erfahrene Backcountry-Skifahrer diesen Fallen schon zum Opfer fielen. Diese Fallen zu kennen, kann aber den Unterschied zwischen einem coolen Tag im Backcountry und einem schlimmen Fehler machen.