Salomon Winter Sports präsentiert die Ergebnisse der Lebenszyklusanalyse zu Ski, Snowboards, Skischuhen und Bindungen
Eine Open-Source-Initiative zur Bereitstellung unseres Wissens über Innovationen und Wirkungsmessung
Salomon hat Lebenszyklusanalysen (LCAs) für das gesamte Sortiment des Unternehmens durchgeführt, um jeden Schritt des Produktentstehungsprozesses hinsichtlich seiner ökologischen Auswirkungen zu bewerten – von der Beschaffung der Materialien bis hin zur Entsorgung des Produkts. Die Studie wurde 2019 begonnen mit dem Ziel, die ökologischen Auswirkungen des Produktangebots von Salomon zu untersuchen, um einen Referenzrahmen zu schaffen, der nachhaltiges Produktdesign in der Branche voranbringt.
“Unser Ziel ist es, eine Methodik zur Berechnung der Umweltbelastung von Wintersportausrüstung zu entwickeln, die die Grundlage für ein künftiges Kennzeichnungssystem für die Umweltleistung von Produkten bilden könnte. Wir möchten aktiv zum Wandel unserer Branche beitragen!”
Xavier Le Guen
Vizepräsident Salomon Winter Sports Equipment
LEBENSZYKLUSANALYSE SKI & SNOWBOARDS
Die Analyse des Lebenszyklus von Salomons MTN Touring Ski zeigt, dass das im Ski verwendete Harz 26 % zu der Gesamtauswirkung des Skis auf den Klimawandel beiträgt, während der Anteil der Deckfolie bei 23 % liegt. Der Ski wurde zu 40 % aus nachhaltigen Materialien gefertigt, was Salomons Mission entspricht, die Umweltauswirkungen des Produkts zu minimieren.
Die gleiche Schlussfolgerung gilt für das Highpath Snowboard, bei dem das Harz für 36 % der Gesamtauswirkungen auf den Klimawandel verantwortlich ist. Seitenwangen, Harz und Kern bestehen bereits zu 28 % aus biobasierten Materialien, während der Fahrbelag zu 50 % und die Kanten zu mindestens 20 % aus recycelten Materialien bestehen.
Beim S/MAX Eskin Nordic Ski ist die auswirkungsstärkste Komponente das im Ski verwendete Laminat, das 34 % zu der Gesamtauswirkung auf den Klimawandel beiträgt. Der S-CORE 45 verbindet die bewährte Langlebigkeit eines Densolite-Kerns mit der Leichtigkeit von recyceltem PET-Schaum. Er besteht aus neun recycelten Plastikflaschen, die 45 % des Kerngewichts ausmachen.
Weitere Details zur Lebenszyklusanalyse der einzelnen Produkte findest du über folgende Links.
LEBENSZYKLUSANALYSE SKISCHUHE & BINDUNGEN
Die Lebenszyklusanalyse von Salomons S/PRO 100 Skischuh zeigt, dass die Hardshell-Komponente des Schuhs für 44 % der Gesamtauswirkungen auf den Klimawandel verantwortlich ist.
Die MTN Summit Touring Bindung besteht aus mehreren kleinen Einzelteilen, die viel Ausschuss verursachen. Das Recycling der Materialreste könnte die Auswirkungen der Bindung auf den Klimawandel erheblich reduzieren.
Bei der Rhythm Snowboard-Bindung ist die auswirkungsstärkste Komponente die PA6 Baseplate, die 46 % zu der Gesamtauswirkung auf den Klimawandel beiträgt.
Weitere Details zur Lebenszyklusanalyse der einzelnen Produkte findest du über folgende Links.
LEBENSZYKLUSANALYSE BRILLEN & HELME
Die Lebenszyklusanalyse der Radium Skibrille zeigt, dass zwei Komponenten mehr als die Hälfte der Gesamtauswirkungen auf den Klimawandel ausmachen: Das Band ist für 30 % und das Schutzetui für 24 % verantwortlich.
Im Hinblick auf den Brigade Helm zeigt die Lebenszyklusanalyse, dass die Kunststoffschale des Helms am auswirkungsstärksten ist und 23 % zu den Gesamtauswirkungen auf den Klimawandel beiträgt. Der Färbeprozess der im Helm integrierten Einlage macht 14 % der Gesamtauswirkungen auf den Klimawandel aus.
Weitere Details zur Lebenszyklusanalyse der einzelnen Produkte findest du über folgende Links.
Im Rahmen der „Change our Tomorrow 2030“ Strategie hat sich Salomon dazu verpflichtet, seine CO₂-Emissionen bis 2030 um 30 % gegenüber den Ausgangswerten von 2019 zu senken. Salomons Reduktionsziele für CO₂-Emissionen befinden sich im Einklang mit der Pariser Klimaschutzvereinbarung und dem globalen Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu reduzieren.
Vor drei Jahren hat Salomon als erstes Wintersport-Unternehmen ein Science Based Target (SBT) etabliert, das von der Science Based Target Initiative (SBTi) genehmigt wurde, die klimawissenschaftlich fundierte Best Practices für Emissions- und Netto-Null-Ziele definiert und empfiehlt. Dadurch hat die Lebenszyklusanalyse-Studie unmittelbaren Einfluss auf die globale Klimastrategie von Salomon und stellt wissenschaftliche Daten bereit, die zum Erreichen des vom Unternehmen definierten Science Based Target notwendig sind. Im Rahmen der Change our Tomorrow 2030 Strategie hat sich Salomon auch zur Transparenz verpflichtet, die Umweltauswirkungen aller Produkte bis 2025 zu veröffentlichen, wozu diese Studie in großem Maße beiträgt.
„Indem wir die Auswirkungen unserer Produkte messen und unsere Ergebnisse teilen, möchten wir zum Wandel in unserer Branche beitragen“, erklärt Xavier Le Guen, Vizepräsident Salomon Winter Sports Equipment. „Ein Jahr, nachdem unser Science Based Target genehmigt wurde, validieren wir unsere Bemühungen für diese Lebenszyklusanalyse-Studie und entwickeln ein Tool, mit dem unsere Produktteams den CO₂-Fußabdruck unserer Produkte messen und kommunizieren können. Das Ziel ist es, eine Methodik zur Berechnung der Umweltbelastung von Wintersportausrüstung zu entwickeln, die die Grundlage für ein künftiges Kennzeichnungssystem für die Umweltleistung von Produkten bilden könnte.“
Um seine Ergebnisse zu verbreiten, arbeitet Salomon Winter Sports mit einem Netzwerk aus Industriepartnern zusammen, darunter andere Hersteller von Wintersportausrüstung, Urlaubsorte und verschiedene Verbände der Skibranche, wie die Snowsports Industry of America (SIA), Protect Our Winters (POW), Federation of the European Sporting Goods Industry (FESI), European Outdoor Group (EOG), Outdoor Sports Valley (OSV) und die International Biathlon Union (IBU).
NACHHALTIGE INITIATIVEN IM WINTERSPORT
Die Arbeit an der Lebenszyklusanalyse hat bereits einen spürbaren Einfluss für uns bei Salomon. In Zusammenarbeit mit internen Nachhaltigkeitsexperten haben unsere Entwicklungsteams für Wintersportprodukte das Produktdesign dahingehend ändern können, dass recycelte Materialien integriert und neue Wege gefunden werden, um weniger Materialien bei der Produktherstellung zu verwenden.
Im Rahmen von Salomons „Trash is Gold“ Projekt haben die Teams Abfallstoffe aus der Produktion in die Seitenwangen von Ski, insbesondere dem Addikt Pro, integriert.
Die Ski und Skischuhe der MTN Skitouren-Kollektion werden mit recycelten Materialien hergestellt, genau wie zahlreiche Snowboards und Snowboard-Boots.
Die Forschungs- und Entwicklungsexperten unserer Langlaufabteilung haben ein Material aus recycelten Plastikflaschen in den S-Core integriert – der in verschiedenen Skimodellen verwendet wird – und den in anderen Modellen verwendeten Stringer Core entwickelt, der weniger Materialien verwendet, ohne an Leistung oder Strapazierfähigkeit einzubüßen.
WEITERE NACHHALTIGE INITIATIVEN VON SALOMON
Der INDEX.02 ist ein wahrer „Champion“ und Salomons Aushängeschild hinsichtlich verantwortungsvoller Produktinnovation und Performance. Er ist zu 100 % recycelbar und überzeugt im Vergleich zu seinem Vorgänger mit einer verbesserten Performance. Er ist so aufgebaut, dass die Materialien des Schuhs am Ende seines Lebens leicht zerlegt und recycelt werden können, um aus ihnen ein neues Produkt herzustellen. Eine feine Linie am Schuh zeigt sogar, wo genau er zum Recyceln geteilt wird. Über einen QR-Code in einer Zunge kannst du deine Schuhe nach dem Kauf registrieren und ganz leicht zum Recycling zurückgeben, wenn sie einmal ausgedient haben. Wie beim INDEX.01 werden die Materialien des INDEX.02 nach dem Recyclingvorgang für die Konstruktion von Salomon Skischuhen verwendet.
Im Rahmen der 2021 ausgerufenen Salomon Sports Pledge gleicht Salomon den reisebedingten Fußabdruck seines internationalen Athleten-Teams aus, darunter Wintersportler, die an verschiedenen World Cup Wettkämpfen in nordischen und alpinen Disziplinen teilnehmen.