Transalpine Run: In 7 Tagen und 7 Etappen über die Alpen
- Ort: Alpen (Österreich, Deutschland, Italien und/oder Schweiz – je nach Route)
- Distanz: 250–300 km gesamt
- Höhenmeter: ca. 15.000 m D+
- Kategorie: Mehrtägiges Trail-Etappenrennen
- Teil von / Rennserie: Unabhängige Veranstaltung
- Datum: Spätsommer (meist Anfang September)
- Teilnehmende: ca. 250–300 Teams
Foto: Margaux Lemap
Was ist der Transalpine Run?
Der Transalpine Run (kurz: TAR, manchmal auch „Transalpin Run“) ist ein siebentägiges Etappenrennen quer über die Alpen, das über alpine Trails, hoch gelegene Pässe und durch Bergdörfer führt. Seit seiner Premiere im Jahr 2005 hat sich dieses Ultratrail-Etappenrennen zu einem der bekanntesten Mehrtagesrennen Europas entwickelt.
Der Transalpine Run wurde ursprünglich für Zweierteams konzipiert, wobei die beiden Teammitglieder die gesamte Strecke über zusammenbleiben und ihre Pace aufeinander abstimmen müssen. Inzwischen gibt es neben dem klassischen Team-Wettbewerb auch eine Solo-Wertung sowie kürzere Rennoptionen. Die Strecke des Transalpine Run ändert sich jedes Jahr und eröffnet so immer wieder neue Perspektiven auf die Alpen.
Die Route des Transalpine Run 2026 verläuft erstmals vollständig durch die Schweiz. Die Nord-Süd-Durchquerung zeichnet sich durch starke Kontraste aus: Vom felsigen Hochgebirge der Schweizer Alpen bis ins italienisch geprägte Tessin mit seinem milden mediterranen Klima passieren die Teilnehmenden unterwegs abgelegene Pässe und schmale Saumpfade.
Vom 28. August bis zum 3. September 2026 legen die Läuferinnen und Läufer rund 250 Kilometer und etwa 15.000 Höhenmeter zurück. Die Etappen führen von Lenzerheide über die Orte Ilanz, Vrin, Olivone, Biasca und Sonogno bis ins palmengesäumte Locarno am Lago Maggiore.
TAR: Alpines Etappenrennen mit wechselndem Profil
Der Transalpine Run (TAR) besteht aus mehreren Etappen. Die Route variiert zwar von Jahr zu Jahr, doch das grundlegende Format bleibt immer gleich:
- Sieben aufeinanderfolgende Tage mit jeweils einer Etappe pro Tag
- Punkt-zu-Punkt-Routen, die verschiedene Alpenorte miteinander verbinden
- Eine durchschnittliche Tagesdistanz von rund 37 Kilometern
- Viele Höhenmeter pro Tag (oft mehr als 2.000 m)
- 2–4 Verpflegungsstationen pro Etappe (zugleich obligatorische Checkpoints)
- Zeitlimits pro Tag und Etappe für einen reibungslosen Rennablauf
Die Organisatoren unterstützen die Teilnehmenden mit Hilfs- und Verpflegungstationen etwa alle 10 bis 15 Kilometer, Shuttle-Transfers zu Unterkünften, Gepäcktransport zwischen den Etappenorten sowie medizinischer Betreuung und Mahlzeiten im Zielbereich. Für die Gesamtwertung werden die Zeiten der einzelnen Etappen addiert. Zusätzlich gibt es verschiedene Wertungskategorien nach Alter und Geschlecht.
Die Strecke des Transalpine Run
Auch wenn die Route jedes Jahr variiert, geht es beim TAR stets darum, die Alpen zu überqueren. In den Anfangsjahren wechselten die Veranstalter zwischen einer Ost- und einer Westroute, die häufig durch Deutschland, Österreich und Italien führten. Inzwischen wurden die Strecken erweitert und neu gedacht. Sie kombinieren Voralpenlandschaften mit technisch anspruchsvollem Terrain, engen Tälern und hohen Bergpässen.
Das erwartet die Teilnehmenden während des Rennens:
- Lange Anstiege über 1–2 Stunden, oft auf wechselndem Untergrund wie Waldwegen und steinigen Bergpfaden
- Technische Downhill-Passagen, die eine kontrollierte Fußarbeit auf losem Untergrund erfordern
- Mehrere Gebirgspässe, an denen sich Wetter und Bedingungen schnell ändern können
Foto: Marz Merwe
TAR-Rennformate: Team oder Solo
Ursprünglich wurde der Transalpine Run als Team-Wettbewerb konzipiert, bei dem beide Teammitglieder stets gemeinsam unterwegs sein und die Kontrollpunkte in unmittelbarer Nähe zueinander erreichen müssen. Diese Regel hat Auswirkungen auf die Pacing-Strategie. Das gilt besonders für die An- und Abstiege, wo das individuelle Leistungsniveau variieren kann. Erfolgreiche Teams zeichnen sich durch eine klare Kommunikation und eine gut dosierte Einteilung der Kräfte über die gesamte Woche hinweg aus.
Neben dem Team-Wettbewerb gibt es inzwischen auch eine Solo-Wertung für Einzelstarter*innen. Beim RUN2 haben Läufer*innen die Möglichkeit, nur die ersten beiden Etappen des originalen TAR zu absolvieren und so einen guten Vorgeschmack auf die vollständige Alpenüberquerung zu erhalten.
Teilnahme am Transalpine Run
Wer über eine Teilnahme am TAR nachdenkt, sollte sich frühzeitig mit Anmeldung, Vorbereitung und Ausrüstung befassen – von der richtigen Trailrunning-Bekleidung bis hin zu den passenden Trailrunning-Schuhen.
Anmeldung
Das Anmeldefenster öffnet in der Regel mehrere Monate vor dem Startdatum. Die Startplätze sind auf etwa 300–400 Teams begrenzt und oft schnell vergeben. Besonders gefragte Austragungen sind rasch ausgebucht. Daher lohnt es sich, die offizielle Website und die Social-Media-Kanäle des Events im Blick zu behalten.
Qualifikation
Teilnehmende müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Ausgewiesene Erfahrung im Trail- oder Berglauf ist dringend zu empfehlen. Die Vorbereitung auf ein mehrtägiges Trailrunning-Event im alpinen Gelände erfordert lange Einheiten in der Höhe und geht häufig weit über die Anforderungen an klassisches Trailrunning hinaus. Ein Trainingsplan mit Fokus auf Ausdauer ist entscheidend für den TAR, da die kumulative Belastung über sieben Tage hinweg sowohl eine sehr gute körperliche Fitness erfordert, aber auch die mentale Stärke von großer Bedeutung ist.
Ausrüstung
Alle Teilnehmenden müssen mit geeigneter Trailrunning-Ausrüstung ausgestattet sein. Dazu gehören unter anderem:
- Trailrunning-Schuhe mit gutem Grip
- Für Trailrunning geeignete Funktionskleidung und Accessoires für wechselnde Wetterbedingungen, inklusive wasserdichter Jacke
- Erste-Hilfe-Set für Notfälle
- Mobiltelefon
FAQ zum Transalpine Run
Die Organisatoren kümmern sich um die Streckenführung und bieten Unterstützung bei Unterkunft und Transfer zwischen den Etappenorten.
Wie viele Etappen hat der Transalpine Run?
Das Rennen besteht aus sieben Etappen mit unterschiedlichen Längen, die innerhalb einer Woche absolviert werden.
Wodurch unterscheidet sich der Transalpine Run von anderen Trail-Rennen?
Der Transalpine Run ist ein Etappenlauf mit starkem Teamgedanken. Das Rennen geht über sieben Tage, wobei sich die Teilnehmenden nach der Anstrengung tagsüber in der Nacht wieder erholen können. Entscheidend beim Team-Wettbewerb ist, dass beide Teammitglieder ihr Tempo aufeinander abstimmen, um gemeinsam die Checkpoints zu erreichen.
Übernachten die Läufer*innen während des Rennens?
Ja. Die Teilnehmenden können in organisierten Unterkünften übernachten. Gepäcktransport und Shuttle-Services sind im Starterpaket enthalten.
Transalpine Run: 7 Tage Teamwork und Gemeinschaft
Der Transalpine Run ist mehr als nur ein Wettkampf über sieben Tage – er steht für ein einzigartiges gemeinsames Trailrunning-Erlebnis im alpinen Gelände. Ob im Team oder solo: Alle Teilnehmenden überqueren gemeinsam die Alpen. Durch die jährlich wechselnde Route stehen immer wieder neue Landschaften, Dörfer und Herausforderungen auf dem Plan. Eines bleibt jedoch immer gleich: der besondere Geist des Rennens, der geprägt ist von gegenseitiger Unterstützung und der gemeinsamen Leidenschaft für Trailrunning in den Bergen.
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