Zum Inhalt springen

Wie Hikeish die Natur zugänglicher macht

5. Juni 2024
Lesezeit: 5 Min

Zum 25-jährigen Jubiläum der Salomon Foundation haben wir eine Partnerschaft mit Hikeish ins Leben gerufen.

Die gemeinnützige Organisation verfolgt die Mission, die Natur für alle Menschen zugänglicher zu machen – vor allem für People of Colour und Angehörige von Minderheiten. Durch geführte Wander- und Laufprogramme (inklusive Transport) sowie Bildungserlebnisse in Geschäften zu den Themen soziale Gerechtigkeit, Vielfalt, Nachhaltigkeit, Kunst und deren Bezug zur Natur leistet die Organisation einen wichtigen Beitrag, um Outdoor-Aktivitäten für alle Menschen zugänglicher und inklusiver zu machen.

“Hikeish hat mir vor Augen geführt, dass ich leistungsfähig und stark bin. Wandern gibt mir das gute Gefühl, etwas erreicht zu haben, und ich spüre Erfüllung. Mit euch zusammen wandern zu gehen zeigt mir immer wieder aufs Neue, wie wichtig und belebend es ist, sich auf die Natur einzulassen und sich draußen zu bewegen. ”

Elyse

Mitglied bei Heikish

SALOMON: Benje und Ken, ihr habt mir Hikeish eine gemeinnützige Organisation in Brooklyn gegründet. Welche Mission und Ziele verfolgt ihr damit?

HIKEISH: Wir wollen Menschen dabei helfen, wieder eine Verbindung zur Natur aufzubauen. Das ist unsere Mission. Dazu organisieren wir Wanderungen, bringen die Leute nach draußen in die Natur und versorgen sie mit Ausrüstung, in der sie sich richtig wohlfühlen. Darüber hinaus bieten wir ihnen eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten verschiedener Herkunft.

S: Was hat euch zur Gründung eurer Organisation bewogen?

H: Wir beide lieben die Natur. Benje wuchs am Fuße der Sierra Nevada auf und hat mit seiner Familie Wander- und Campingtrips in ganz Nordkalifornien unternommen. Als er nach dem College nach New York zog, schienen Outdoor-Erlebnisse für ihn auf einmal weit weg und er hatte kaum Berührungspunkte mit Menschen, die es nach draußen zog. Als Benje und ich uns trafen, verband uns sofort die Liebe zur Natur. Ich, Ken, bin in Brooklyn aufgewachsen und erst an meinem 18. Geburtstag mit dem Wandern in Berührung gekommen. Gemeinsam haben wir dann überlegt, wie wir die Natur mit mehr Gleichgesinnten erleben können. So entstand die Idee für unser Unternehmen Outlandish und die Non-Profit-Organisation Hikeish.

S: Inwieweit geht Hikeish die Hürden an, denen diverse Communitys in Bezug auf die Teilnahme an Outdoor-Aktivitäten gegenüberstehen?

H: Wir stellen Shuttlebusse zur Verfügung, um die Menschen zu den Ausgangspunkten der Wanderungen zu bringen. Das stellt in New York eine der größten Hürden überhaupt dar, obwohl der Bundesstaat zu über 60 % aus Waldfläche besteht. Zum Vergleich: In Kalifornien sind es nur etwa 30 %. In New York ist es hingegen schwierig, raus in die Natur zu gelangen, da man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nur wenige Wanderwege erreichen kann. Außerdem greifen wir auf speziell geschulte Guides zurück, die vom Bundesstaat New York lizenziert und in Erster Hilfe in der Wildnis ausgebildet sind. Sie stellen die Route zusammen und führen uns auf der Wanderung. Wir bieten einen sicheren, geschützten und inklusiven Raum, in dem sich alle, insbesondere Neulinge, willkommen fühlen. Wir sorgen zum Beispiel dafür, dass vor und nach jeder Wanderung eine Toilette zur Verfügung steht. Manche fühlen sich einfach nicht wohl dabei, hinter einem Gebüsch zu verschwinden. Darüber hinaus stellt uns Salomon Schuhe zur Verfügung. Damit fällt eine bedeutende Einstiegshürde für viele Menschen weg, um mehr Zeit in der Natur zu verbringen.

S: Welche konkrete Unterstützung leistet die Salomon Foundation im Rahmen der Partnerschaft mit Hikeish und wie kam es zu der Zusammenarbeit?

H: Ohne die Förderung und Unterstützung der Salomon Foundation gäbe es Heikish in dieser Form nicht. Wir erhalten finanzielle Unterstützung, mit der wir die Kosten für die Kleinbusse, Fahrer*innen, Guides sowie für die Planung und Organisation jeder einzelnen Wanderung abdecken können. Außerdem unterstützt uns die Salomon Foundation durch spezielle Veranstaltungen in den Geschäften sowie die langfristige Zusammenarbeit bei Events wie unserem Grand Opening Trail Run x Salomon, unserem One Year Anniversary Trail Run oder dem Hikeish Launch x Salomon. Daneben leistet Salomon technischen Support und stellt Teammitglieder wie Jen, Richard oder Lauren zu den Events und verschiedenen Wanderungen ab. Nicht zuletzt tragen die von Salomon zur Verfügung gestellten Schuhe – X ULTRA 360 EDGE – in besonderem Maße dazu bei, dass die Menschen mit der richtigen Ausrüstung die Natur genießen können, ohne vorher viel Geld ausgeben zu müssen.

S: Welchen besonderen Herausforderungen sieht sich Hikeish als von Schwarzen Menschen geführte Outdoor-Organisation in einer überwiegend von Weißen dominierten Branche gegenüber? Und wie kann die Partnerschaft mit Salomon helfen, diesen Herausforderungen zu begegnen?

H: Viele Organisationen haben gesagt, dass sie mit Outlandish zusammenarbeiten wollen. Aber nur wenige davon waren in der Lage, ihren Worten auch Taten folgen zu lassen. Salomon hat einmal mehr wahren Pioniergeist in der Branche bewiesen. Das Unternehmen geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie eine sinnvolle Partnerschaft mit Schwarzen Unternehmer*innen und von Schwarzen Menschen geführten Unternehmen aussehen kann. Durch diese Partnerschaft konnten wir Glaubwürdigkeit in der Branche aufbauen. Das hat uns in unserer Überzeugung bestärkt, dass People of Colour genauso gerne raus in die Natur gehen wollen wie alle anderen. Es hat uns gezeigt, dass wir ein attraktiver und wertvoller Markt sind und dass die Branche ihre Versprechen und Verpflichtungen in Bezug auf Vielfalt, Chancengleichheit und Inklusion in konkrete Maßnahmen (Programme, Produkte und Menschen) umsetzen muss, um dieses Potenzial auszuschöpfen.

S: Welche konkreten Initiativen oder Veranstaltungen von Hikeish hatten einen besonders großen Einfluss auf die Teilnehmenden oder die Community insgesamt?

H: Jede Hikeish-Veranstaltung hat für die unterschiedlichsten Menschen etwas verändert. Beim Fall Equinox Hikeish haben wir uns mit der Organisation Tristate Hikers zusammengeschlossen und hatten mehrere Teilnehmende dabei, die zum ersten Mal wandern waren. Hier sind nur einige Rückmeldungen, die wir von diesem Hikeish und anderen Veranstaltungen erhalten haben:

  • Carla: Meine erste Wanderung war fantastisch, weil ich mich wohlgefühlt und keinen Druck verspürt habe. Ich bin unglaublich dankbar, dass ich Schuhe von Salomon tragen durfte! Ich habe noch nie so eine Erfahrung gemacht – es war einfach umwerfend!
  • Christina: Hikeish hat mir die Natur auf eine Art und Weise nähergebracht, wie es mir allein nie möglich gewesen wäre. Die Organisation hat die Natur gewissermaßen nach Brooklyn geholt und dadurch viel zugänglicher gemacht. Der Gemeinschaftssinn ist einfach großartig. Vielen Dank für alles!

“Die Diversität der Gruppe, die gemeinsam in die Natur eintauchen wollte, war sehr erfrischend. Wir haben viel miteinander gelacht, trotz der vielen Mücken. Bitte macht weiter mit diesen Wanderungen. Die Leute in Brooklyn brauchen das! Liebe Grüße ”

Monique

Mitglied bei Heikish

Making the Outdoors More Accessible with Hikeish

S: Mit welchen Strategien stellt Hikeish eine nachhaltige, langfristige Wirkung seines Engagements in der Community sicher?

H: Unser primärer Fokus liegt darauf, den Menschen den Weg zurück in die Natur zu ebnen. Wir sind überzeugt, dass sie die Dinge schützen, die sie lieben. Wir hoffen, dass unsere Gemeinschaft diese Liebe wieder aufleben lässt, wenn sie wieder raus in die Natur geht. Dabei lehren und fördern wir die „Leave No Trace“-Prinzipien. Diese sieben Grundsätze erklären, wie man keine Spuren hinterlässt und wie wir unsere Auswirkungen auf die Natur minimieren können. Weiterhin thematisieren wir andere Möglichkeiten, nachhaltig mit der Natur umzugehen. Wir sind dankbar dafür, dass die Salomon Foundation eine langfristige Vision für Hikeish verfolgt, damit das Programm auch zukünftig weitergeführt werden kann. Darüber hinaus arbeiten wir mit anderen von Schwarzen Menschen geführten gemeinnützigen Organisationen wie Tristate Hikers, Outerthere oder Hudson River Riders zusammen. Wir wollen voneinander lernen, die von Salomon bereitgestellten Ressourcen gemeinsam nutzen und uns gegenseitig in dieser Branche stärken.

S: Welche künftigen Kooperationen oder Projekte können Hikeish und Salomon auf die Beine stellen, um ihre gemeinsamen Ziele weiter voranzutreiben? H:

H: Wir freuen uns sehr, im zweiten Jahr unserer Partnerschaft neue Wanderungen und Orte zu erkunden. Wir hoffen, dass wir das Programm auf Camping- und Backpackingtouren ausweiten können. Wir wollen zudem mit anderen gemeinnützigen Organisationen und Schulen zusammenarbeiten, um mehr Kinder für die Natur zu begeistern.

Wenn du die Salomon Foundation unterstützen möchtest, kannst du hier spenden.

Skip content

Ähnliche Artikel

Alle Storys ansehen