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Einen Zweieinhalb-Stunden-Marathon mit Maggie Montoya und Anaîs Quemener laufen

26. Sep. 2023
Lesezeit: 6 Min

Anaïs und Maggie gehören zu den ersten Läuferinnen des internationalen Straßenlaufteams von Salomon. Maggie ist 28. Anaïs ist 32. Beide teilen die Leidenschaft fürs Laufen und beide starteten im Jahr 2023 bei zwei der berühmtesten Marathons.

Maggie begann an der Universität mit dem Laufen und führte diese in die NCAA Championships. Danach zog sie nach Boulder in Colorado und kam zum Roots Running Project, wo sie den Salomon Straßenläufer Noah Droddy kennenlernte. Sie läuft gerne kurze Strecken und schnell – mit einem aktuellen persönlichen Rekord bei 5K von 15:01 und ihrem persönlichen Rekord bei 10K von 32:06. Sie läuft aber auch 42-km-Formate mit einer Zeit von 2:29 beim Houston Marathon im Januar 2022, und einer Zeit von 2:28 beim Chicago Marathon im Oktober des gleichen Jahres. Mit großem Selbstvertrauen startete sie daher beim Boston Marathon im April 2023.

Anaïs nahm im Jahr 2013 bei ihrem ersten Marathon teil und war so begeistert, dass sie mit Hilfe ihres Vaters ihre Jahresplanung an mehr Marathons ausrichtete. Sie träumte davon, eines Tages auf eine Zeit unter 2:40 zu kommen. Sie war französischer Marathon-Champion in den Jahren 2016 (2:55:26) und 2022 (2:40:37). Nach 13 Marathons seit 2013 nahm Anaïs im Jahr 2023 an ihrem dritten Schneider Marathon de Paris teil und hoffte auf eine neue persönliche Bestleistung.

“Nach meinem ersten Marathon 2013 in Rotterdam erzählte ich meinem Vater andauernd, dass ich mehr machen wollte, also sahen wir uns die künftigen Läufe an und erstellten einen Plan. ”

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Anaîs Quemener

Wie Anaïs mag auch Maggie Trainingsläufe von mehr als 20 km am liebsten. Maggie wusste von ihrem Track-Running an der Uni, dass sie lange Strecken mochte, auch wenn sie eigentlich durch und durch Kurzstreckenläuferin war. Nach ihrem Umzug nach Boulder und dank starker Motivation durch ihre Teamkollegen entschloss sie sich dazu, an zwei Marathons in einem Jahr teilzunehmen. Sie kam auf eine Zeit unter 2:30.

Anaïs wurde nach ihrem ersten Marathon angesteckt und hat – obwohl sie immer noch an 5- und 10K-Läufen teilnimmt, was zeigt, wie vielseitig sie sein kann – Marathons am liebsten.

SO BEREITEST DU DICH AUF EINEN MARATHON VOR

Im Vorfeld des Boston Marathon sagte Maggie, dass sie nicht zu viel laufen wollte. Sie lief zwei Halbmarathons, die nicht so waren, wie geplant, und erlitt kleinere Verletzungen am Knie und der Achillessehne. Das passierte nur wenige Wochen vor dem Lauf. Trotzdem startete sie mit großem Selbstvertrauen beim Marathon, da sie im Jahr zuvor bei den Marathons in Houston und Chicago so erfolgreich war.

Wenn Maggie über ihren Club, das Roots Running Project, spricht, erinnert sie sich an ihren Mitläufer und Salomon Teamkollegen Noah Droddy.

„Als ich dazu kam, wusste ich nicht, dass Noah auch zur Laufgruppe gehörte. Ich erinnere mich daran, ihn 2013 bei den Trials mit langen Haaren gesehen zu haben! Kurz gesagt, ich mache bei dieser Gruppe mit, ohne zu wissen, dass er dazugehörte. Er ist ein toller Teamkollege, hat unglaublich viel Energie, die niemals übersteuert und alle motiviert.

“Ich wäre in Boston nicht zurechtgekommen, wenn es mein erster Marathon gewesen wäre! Aber mit zwei Marathon-Erfahrungen wusste ich, wie es sich anfühlt und konnte mich auch in harten und dunklen Abschnitten bis zum Schluss motivieren. ”

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Maggie Montoya

Anaïs hat einen anderen Ansatz: Wenn ihr Körper dazu in der Lage wäre, würde sie jedes Wochenende an Wettbewerben teilnehmen.

„Mein Vater musste mich immer bremsen und mich daran erinnern, dass ich nicht jede Woche an Wettbewerben teilnehmen kann. Also suchte ich mir einen oder zwei Marathons aus, einen halben und zwei 10K-Läufe in einem Jahr.“

Ihr Training bestand zum größten Teil daraus, mit ihrem Vater oder alleine zu laufen, denn da Anaïs in der Nachtschicht arbeitet, ist es schwer für sie, Laufpartner zu finden. Außerdem ist sie Mitglied in ihrem eigenen Laufclub, La Meute (die Meute), mit mehr als 90 Mitgliedern und Jean-Yves Quemener, ihrem Vater, als Haupttrainer.

Sie melden sich gemeinsam bei Wettkämpfen an und trainieren zusammen. „An manchen Tagen haben einige keine Lust zu laufen, lassen sich aber von 10 Personen, die laufen wollen, motivieren. Es gibt Läufer jeden Niveaus, und alle tragen etwas zur Gruppe bei!“

WETTKAMPFTAG, REGEN UND RESILIENZ

Direkt zum Tag des Wettkampfs. Der Himmel war sowohl in Boston als auch in Paris grau, der Regen drohte die Läufe für alle schwieriger zu machen.

Maggie erinnert sich an ein paar Tropfen Regen auf den ersten Kilometern, aber was den größten Eindruck hinterlassen hat, war die Menschenmenge, die an jedem Wegpunkt der Strecke jubelte. Um gegen die Kälte zu kämpfen, waren ihre Trinkflaschen anfangs mit Kohlenhydraten und Koffein gefüllt, dann für die letzten Kilometer mit Mineralwasser.

Der Schneider Marathon de Paris ist nicht neu für Anaïs; sie ist ihn schon 3 Mal gelaufen. Sie spürte den Druck beim Wettbewerb, als Salomon Athletin an einem der umkämpftesten Marathons der Welt teilzunehmen. Aber sie konnte einen Heimvorteil genießen, und der Stress wich schnell der Freude, als die Menge jubelte

“Die Zuschauer waren eine Riesenhilfe! Manchmal dachte ich, schneller zu sein, wenn ich einfach nur gehen würde, weil ich meinen Beinen nicht vertraute, aber dann sah ich auf und fühlte mich so belebt durch all diese rufenden und jubelnden Menschen. ”

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Maggie Montoya

Mit Blick auf eine Zeit von 2:30 gibt Anaïs zu, dass sie einen Anfängerfehler machte und zu Beginn zu schnell lief. Sie nutzte die Energie von natürlichen Honigsticks (3 für den kompletten Lauf) und musste mental kämpfen, um Kilometer für Kilometer eine gleichmäßige Geschwindigkeit zu halten, bis sie die „30-km-Wand“ durchbrach: „Ungefähr ab Kilometer 34 wurde es hart, weil ich am Anfang zu schnell gelaufen war. Ich hätte die 2:30 schaffen können, mein erster Gedanke zum Schluss war: Ich hab’s verkackt. Aber immerhin konnte ich meine eigene Bestzeit um 5 Minuten verbessern, was echt verrückt ist!

Nach dem Lauf erinnert sich Maggie daran, dass einer ihrer Freunde sie Huckepack getragen hat, weil ihre Beine ihr den Dienst versagten. In den folgenden Stunden konnte sie wieder etwas herumgehen, und in den nächsten 2 Wochen musste sie viel schlafen.

Anaïs analysierte ihren Lauf mit ihren Freunden und ihrem Vater bei einer wohlverdienten Pizza. „Ich liebe Pizza, ich kann sie auch vor einem Wettlauf essen, weil sie mir viele Kohlenhydrate liefert. Ich muss nur aufpassen, nicht zu viel Käse zu essen! Ich nehme immer eine klassische Margherita mit gut gewürzter Sauce!“

Trotz Wetter und Widrigkeiten lief Maggie in Boston als 21. mit einer Zeit von 2:31:19 ein, und Anaïs in Paris als 11. mit einer Zeit von 2:32:12. Im September lief Anaïs den Berlin Marathon mit 2:29:01, konnte also ihre Zeit weiter verbessern.

DAS SALOMON STRASSENLAUFTEAM

Anaïs und Maggie gehören zu den ersten Läufern des internationalen Straßenlaufteams von Salomon. Maggie sagt, sie genießt es sehr, wie eng das Team miteinander ist: „Alle sind so nett, und ich lerne so viele Leute kennen, von Läufern bis zu Produktentwicklern. Ich liebe auch die Gruppenläufe mit dem ganzen Team!“ Anaïs hat auch nur Gutes vom Team zu berichten: „Alle hören sich zu! Sie wollten unbedingt wissen, wie ich die Ausrüstung beim Laufen fand, und was man verbessern könnte. Ich habe Félix Dejey (Salomon Produktentwickler für Straßenlauf) sogar ein Trikot von mir gegeben, weil ich das Ergebnis teilweise ihm zu verdanken habe!“ Außerdem ist sie ein großer Fan des S/LAB Phantasm 2, weil sie damit jeden einzelnen persönlichen Bestwert schlagen konnte.

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