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Joggen im Dunkeln: Mit diesen 6 Tipps bist du sicher unterwegs

13. Apr. 2023
Lesezeit: 5 Min

Vielen Läufern ist ihre Joggingrunde am Abend heilig. Sie ist perfekt, um sich von einem anstrengenden Arbeitstag zu erholen, es ist weniger los und für viele ist es das einzig mögliche Zeitfenster für Sport in einem sonst vollgepackten Tag. So aufregend eine Joggingrunde am Abend aber auch sein mag, bringt sie oft die Dunkelheit mit sich – besonders im Winter. Mit unseren Tipps kannst du deine nächtliche Runde aber voll auskosten.

Sei für andere sichtbar

Wenn du in einer Stadt oder auf einer langen Straße läufst, musst du sichergehen, dass du für Fahrzeuge sichtbar bist. Auch Fahrradfahrer tauchen oft ganz leise wie aus dem Nichts auf. Achte daher darauf, dass auch sie dich bereits von Weitem sehen können.

Am besten trägst du dafür Kleidung mit reflektierenden Elementen, die im Scheinwerferlicht sofort ins Auge stechen. Diese Reflektoren sollten an den Körperstellen angebracht sein, die sich beim Laufen bewegen, zum Beispiel an den Schuhen, Knöcheln oder Handgelenken. Besonders bei dunkler Winterkleidung sind reflektierende Elemente enorm wichtig. Leg also lieber noch ein reflektierendes Armband um dein Handgelenk, und wenn du ein unwiderstehliches Neon-Laufoberteil findest, hol’s dir.

Um noch sichtbarer zu werden bietet sich eine Stirnlampe an, die hinten zusätzlich mit einem roten Licht versehen ist.

Mit oder ohne Stirnlampe joggen?

Selbst in einer gut beleuchteten Stadt bist du mit einer kraftvollen, leichten Stirnlampe sichtbarer. Außerdem weist sie dir den Weg durch dunklere Streckenabschnitte. Am besten nimmst du einfach immer eine Stirnlampe mit, wenn du abends laufen gehst.

Für Trail Runner, die in der Natur unterwegs sind, ist eine Stirnlampe ein absolutes Must-have. Nur so können sie den Weg finden und sehen, wohin sie den nächsten Schritt setzen müssen. Für deine Abstiege greifst du am besten zu einer kraftvollen Lampe mit einer breiten Ausleuchtung. Bevor du dich auf den Weg machst, prüfe nochmal alle Batterien. Bei langen Läufen verringerst du am besten die Intensität, wenn du bergauf oder langsam läufst, um die Lebensdauer der Batterie zu verlängern.

Sei auch vorsichtig, wenn du am Tagesende laufen gehst, da dich die Dunkelheit schnell einholen kann. Mit einer Stirnlampe kannst du dafür sorgen, dass dein Traumerlebnis nicht zum Albtraumerlebnis wird.Bei ausreichend Umgebungslicht, zum Beispiel bei Vollmond, kannst du deine Stirnlampe auch ausschalten und herausfinden, ob sich deine Augen anpassen. Geh aber wie immer keine unnötigen Risiken ein, um dein kleines Abenteuer bei Nacht voll auskosten zu können.

Zieh dich ein wenig wärmer an

Auch im Hochsommer wird es nachts etwas kühler. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht kann dich verblüffen, besonders in den Bergen. Am Abend ziehen auch gern Gewitter auf und bringen Temperaturabstürze, Regenfälle oder mehr Luftfeuchtigkeit mit sich. Zieh dich daher entsprechend an und nimm lieber eine extra Lage wie eine Jacke mit.

In unserem Artikel „So sieht die richtige Laufkleidung aus“ kannst du noch mehr darüber herausfinden, wie du deine Laufausrüstung ans Wetter anpasst.

Passe deine Route an

Für Abend- oder Nachtläufe wählst du am besten eine Route, die du bereits kennst. Wenn du mitten im Nirgendwo unterwegs bist, finde und plane mögliche Rettungswege, auf denen du im Notfall schnell wieder in die Zivilisation zurückkommst – zum Beispiel zu einer Straße oder in ein Dorf. Wenn du dir um deine Sicherheit Sorgen machst, kannst du auch dort laufen, wo du andere Läufer sehen kannst.

Oft kann man sich nachts nicht so gut orientieren, besonders auf Trails. Lade deine Route daher auf dein Smartphone oder deine GPS-Uhr, damit du nicht vom Weg abkommst.

Beim Ultra Trail Running spielt Joggen bei Nacht eine wichtige Rolle. Die Umgebung und Eindrücke sind dabei komplett anders als die, denen du bei einer Runde während des Tages begegnest. Wenn du noch nicht viel Erfahrung mit Abend- und Nachtläufen hast, verzichtest du lieber auf lange Runden auf abgelegenen technischen Wegen, die schwer zu finden sind. Achte auch darauf, immer wachsam zu bleiben, besonders wenn du müde wirst – und das wird zwangsläufig irgendwann passieren.

Lauf nachts nicht allein

Diese Regel gilt eigentlich immer, wenn du dich in der Natur aufhältst – auch tagsüber: Versuche, nicht allein zu laufen. In einer Gruppe mit drei oder vier anderen Läufern bist du sicherer unterwegs und kannst bei ungeplanten Ereignissen oder Unfällen schneller und besser handeln. Außerdem kann das Laufen in einer Gruppe für ein sicheres Gefühl sorgen, wenn du nachts noch nicht oft joggen warst.

Lass jemanden wissen, wohin du gehst, damit sie dir im Notfall leichter helfen können. Am besten nimmst du auch dein Handy mit, wenn du abends laufen gehst. So kannst du schnell jemanden kontaktieren, wenn es nötig wird.

Nimm deine Umgebung wahr

Wenn du wegen der Dunkelheit weniger sehen kannst, achte noch mehr auf deine Umgebung. Außerdem raten wir dir auch davon ab, beim Laufen Musik zu hören. Weniger sichtbare Autos und Radfahrer kannst du so nämlich hören. Außerdem ist es sowieso unheimlich cool, der nächtlichen Natur zu lauschen, zum Beispiel den Lauten einer Eule.Hier noch einmal kurz im Überblick, wie du nachts sicher joggen kannst:

  • Sei für andere sichtbar, am besten durch Kleidung mit reflektierenden Elementen und eine Stirnlampe.
  • Eine voll aufgeladene Stirnlampe ist deine beste Freundin … auch wenn du sie nicht nutzt.
  • Achtung vor der Kälte: Trage entsprechende Laufkleidung.
  • Wähle einfache Routen, die du bereits kennst.
  • Lauf nicht allein und erzähle anderen, wo du läufst.
  • Nimm deine Umgebung besonders wahr, um die schlechtere Sicht in der Dunkelheit auszugleichen.

Und falls du dich fragst, ob du besser morgens oder abends laufen gehen solltest, findest du in diesem Artikel die Antwort

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