Die besten Snowboard-Bindungen für deinen perfekten Fahrstil
Snowboard-Bindungen sind ein enorm wichtiger Bestandteil für das richtige Setup deines Snowboards, da sie dein Board mit deinem Körper verbinden. Eine ideale Verbindung kann deinen Fortschritt unterstützen, dir mehr Komfort bieten und sorgt so schließlich für mehr Spaß auf der Piste. Die richtige Bindung sollte zu deinem Fahrstil passen, dein eigenes Board und deine Boots perfekt ergänzen und sich bequem anfühlen.
Flex und Fahrstil
Am wichtigsten ist es, eine Bindung zu finden, die zu deinem Fahrstil passt und dir den Flex oder die Reaktionsschnelligkeit bietet, die du brauchst. Oft hängen diese Eigenschaften zusammen, es gibt aber auch ein paar Ausnahmen. Steifere Snowboard-Bindungen eignen sich eher für Freeride, Bindungen mit einem mittleren Flex für All-Mountain und weichere Bindungen für Freestyle und Anfänger. Überlege dir, wie du fährst oder fahren möchtest und wähle deine Bindung dementsprechend aus. Hier haben wir ein paar Fahrstile und die dazu passenden Bindungen für dich aufgelistet:
- Freeride-Bindungen (STEIF) – Freeride-Bindungen haben einen steiferen Flex und eine höhere Reaktionsschnelligkeit. Durch den steiferen Flex reagiert die Bindung schnell, leicht und kraftvoller auf die Bewegungen und Befehle deines Körpers. Das ist besonders hilfreich, wenn du auf rauem Terrain unterwegs bist und schnelle, kraftvolle Übergänge und Bewegungen mit deinem Board machen musst. Steifere Bindungen bestehen meistens aus robusten aber leichten Materialien und eignen sich für alle, die ihre Turns verbessern möchten.
- All-Mountain-Bindungen (MITTEL) – All-Mountain-Bindungen haben einen mittleren Flex, was sie enorm vielseitig macht: Sie eignen sich für verschiedene Fahrstile und Terrains, von Park Jumps bis hin zu Abenteuern im Pulverschnee. Ein mittlerer Flex bietet dir außerdem ein ausgeglichenes Reaktion-Fehlertoleranz-Verhältnis.
- Freestyle-Bindungen (WEICH) – Freestyle-Bindungen haben einen weicheren Flex, der mehr nachgibt. Mit ihnen kannst du deine Manöver leicht ändern, ohne die Bewegung deines Boards komplett verändern zu müssen. Weichere Bindungen haben auch eine höhere Fehlertoleranz: Aufgrund des weicheren Flex ist die Kommunikation zwischen den Bewegungen deines Körpers und des Boards nicht so schnell und präzise, wodurch sich der Fehlerspielraum erweitert.
Das ist nur ein grober Überblick über Fahrstile und die dazu passenden Bindungen, es gibt natürlich auch Ausnahmen. Manche Freestyle-Fahrer greifen zum Beispiel bei großen Features und höheren Jumps für eine höhere Reaktionsschnelligkeit zu einer All-Mountain-Bindung. Manche Freerider ziehen hingegen eine weichere Bindung vor, die ihnen das Gefühl gibt, als würden sie auf dem Schnee surfen.
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Größe
Für dein Fahrerlebnis ist es unheimlich wichtig, die passende Bindung zu deinem Board zu finden. Bei einer zu kleinen Bindung sitzen die Straps nicht richtig über deinen Zehen und Knöcheln. Deine Zehen und Fersen werden außerdem wahrscheinlich über deine Bindung hinausgehen. In beiden Fällen wird das Fahren unbequem. Auf der anderen Seite kannst du deine Straps bei einer zu großen Bindung nicht fest genug anziehen, wodurch dein Boot in der Bindung immer wieder verrutscht. Bei einem richtigen Fit sitzen deine Straps fest über dem Boot und üben auf Knöchel und Zehen gleichmäßig Druck aus. Deine Ferse sollte bequem im Highback sitzen, und sowohl deine Fersen als auch deine Zehen sollten gleich weit über das Fußbett hinausgehen.
Die meisten Hersteller bieten einen Größen-Guide für ihre Bindungen. Wirf einen Blick darauf und finde so die Größe, die am besten zu deinem Snowboard-Boot passt. Hier geht’s zu unserem Größen-Guide für Bindungen, mit dem du die für dich richtige Größe finden kannst. Wir hoffen, dass du mit den Infos aus diesem Guide die Bindung finden wirst, die zu deinem Fahrstil passt und dir Komfort in den Bergen bietet – den ganzen Tag lang. Finde hier noch mehr Tipps zum Snowboarden und wie du deine richtige Ausrüstung findest.
Typen von Snowboard-Bindungen
Wer sich eine neue Snowboard-Bindung anschaffen will, der steht vor der Frage: Ratschen, Flow oder Step-In? Dabei handelt es sich um verschiedene Bindungsarten, die wir dir hier einmal genauer vorstellen wollen:
- Ratschenbindung
Die wohl gängigste unter den Snowboard-Bindungen wird auch Softbindung genannt. Dein Fuß wird durch das High-Back, also den stabilen Schaft an der Wade und von zwei Ratschenbändern über dem Rist und den Zehen gehalten.
- Step-In-Bindung
Der große Vorteil einer Step-In-Bindung: Du kannst im Stehen in die Bindung einrasten. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass du für eine Step-In-Bindung auch die entsprechenden Boots brauchst. Denn die Stiefel sind direkt mit einer Platte auf dem Board verbunden.
- Heckeinstiegsbindungen
Dieser Typ ist vor allem bekannt unter dem Namen Flow-Bindung (Flow war die erste Marke, die diesen Bindungstypen promotet hat). Hier lässt sich das Heck bzw. High Back nach unten klappen. So kannst du schnell in die Bindung einsteigen, ohne die Ratschen öffnen zu müssen. Jedoch lässt sich die Bindung nicht so individuell einstellen wie etwa eine klasssiche Ratschenbindung und sitzt ggf. nicht ganz so fest am Fuß, worunter die Performance leiden kann.
Du siehst: Für alle Bindungs-Arten gibt es gute Argumente und am Ende entscheiden auch die eigenen Präferenzen, welche Bindung am besten zu dir passt. Generell neigen Boarder, die gerne im Tiefschnee unterwegs sind, auch heute noch eher zu klassischen Ratschenbindungen, da diese auch im Powder zuverlässig schließen und sehr individuell anpassbar sind. Wer hingegen Komfort für die Piste sucht und keine Lust mehr hat, sich immer zum Schließen der Bindung in den Schnee zu setzen, für den könnte eine Step-In- oder Flow-Bindung die richtige Wahl sein.
Weitere Features
Wie bei jeder anderen Snowboard-Ausrüstung auch, setzen sich bestimmte Produkte durch zusätzliche Features von anderen ab und können deinen Fahrstil so noch besser unterstützen. Dabei gibt es endlose Möglichkeiten für deine Bindungen, weshalb wir uns die wichtigsten herauspicken, die dir einen Boost hinsichtlich Komfort, Handlichkeit und Fahrfähigkeiten geben können.
Komfort
- Federung und Dämpfung – Features für Federung und Dämpfung sind für gewöhnlich direkt unter deinen Füßen angebracht. Du kannst sie dir wie ein maßangefertigtes Fußbett für deine Füße vorstellen. Diese Systeme können Stöße von dichtem Schnee, intensiven Landungen und langen Tagen auf der Piste absorbieren.
- Abgeschrägtes Fußbett – Bei einem abgeschrägten Fußbett werden die Außenseiten deines Fußes im Vergleich zu den Innenseiten leicht angehoben. Man kann sich das wie einen Keil vorstellen. Dieses Feature hilft dabei, deine Gelenke anzugleichen und sorgt für höheren Komfort, in manchen Fällen sogar für eine bessere Tip-to-Tail-Reaktion.
- Weitere – Es gibt viele Bindungen auf dem Markt, die durch Veränderungen im Tray der Bindung einen höheren Komfort und eine bessere Fahrbarkeit bieten, wie unsere ShadowFit Bindungen. Sie sorgen für eine natürliche Verbindung durch eine einzigartige, weiche Fersenkappe. Durch sie arbeiten dein Boot und deine Bindung zusammen, wodurch Druckpunkte reduziert werden und der Halt gesichert wird.
Handlichkeit
- Anpassungen ohne Tools – Mit den meisten Bindungen kannst du deinen persönlichen Fit über Straps, Tray und Highback anpassen. Solche Features sparen dir Zeit, weil du deine Bindung nach dem Einfahren schnell und einfach nachjustieren kannst. Da Snowboard-Bindungen Vibrationen absorbieren, checke die Spannung dieser Schrauben regelmäßig, damit du auch sicher keine Teile verlierst.
Materialien und Haltbarkeit
In der Regel gilt: Je höher der Preis, desto hochwertigere Materialen werden in der Snowboardbindung verbaut. Während günstige Bindungen meist aus einfachem Kunststoff hergestellt werden, bestehen teurere Modelle beispielsweise aus einem Verbund aus Glasfaser und Nylon. Dieser ist steifer und haltbarer als Kunststoff. High-End-Modelle warten mit Carbon auf. Dieses sorgt für mehr Robustheit, Steifigkeit und Energieübertragung.
Snowboard-Bindungen aus hochwertigen Materialien sorgen nicht nur für eine bessere Performance. Wer einmal mehr investiert, tut dies in der Regel in ein Modell, das besonders robust und nachhaltig ist. Und an dem du viele Jahre Spaß hast.
Montagesysteme
Die richtige Bindung zu finden ist das eine – aber ebenso wichtig ist, dass sie auch zu deinem Board passt. In der Theorie ist jedes Snowboard mit jeder Bindung kompatibel, da die Bohrungen auf Brett und Disc genormt sind. Einzige Ausnahme: das Channel-System von Burton.
Während sich das traditionelle System mit 4 Schrauben und einer Disk befestigen lässt, besteht das Channel-System aus einer Fuge mit zwei Schrauben. Wenn du ein Burton Board mit Channel besitzt, ist dieses auch nur eine Bindung mit Channel-System kompatibel.
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Snowboardbindung Position und Kontrolle
Wie du deine Bindung auf deinem Snowboard montierst, wirkt sich wesentlich auf dein Fahrverhalten aus. Dabei lassen sich jede Menge Einstellungen anpassen für das perfekte Set-Up:
- Regular oder Goofy?
Also: Mit welchem Fuß fährst du vorne? Wer regular unterwegs ist, der hat den linken Fuß beim Boarden vorne, wer goofy fährt, bei dem ist der rechte Fuß vorne.
- Stance Setback
Beim Stance Setback geht es darum, wie weit versetzt in Richtung Tail du deine Bindung montierst, also welche Schraublöcher du verwendest. Die meisten Hersteller geben auf ihren Boards den sogenannten Reference Stance an. Dieser eignet sich in der Regel für Anfänger und All-Mountain-Fahrer. Wenn du hingegen gerne mal im Powder unterwegs bist, dann kann es durchaus Sinn machen, dein Setback mehr Richtung Tail zu versetzen. So wird dein Gewicht automatisch beim Fahren nach hinten verlagert und dein Board hat mehr Auftrieb.
- Weiter oder enger Stance
Was du außerdem anpassen kannst: Wie eng oder weit möchtest du auf deinem Board stehen? Auch hier geben dir Hersteller häufig Infos zum Reference Stance. Generell gilt: Ein weiterer Stance bringt mehr Stabilität. Das kann dir sowohl auf der Piste als auch im Park ein gutes Gefühl geben.
Übrigens: Eine Formel hat sich bei der individuellen Berechnung des Stance durchgesetzt. Deine Köpergröße x 0,33 = Abstand zwischen den beiden Bindungen.
- Winkel deiner Bindungen
Neben der richtigen Platzierung der Bindung ist auch die Einstellung der Winkel ein wichtiger Schritt zum perfekten Fahrgefühl. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die sich je nach Fahrstil mehr oder weniger anbieten:
1. Neutral Stance für Einsteiger, die die meiste Zeit vorwärts fahren und sich auf die Turns konzentrieren wollen
2. Forward Stance für schnelle Boarder: durch das zusätzliche Gewicht vorne bekommst du noch mehr Speed
3. Duck Stance für Switch-Fahrer und den Park
Vielleicht merkst du es schon: seine eigene Snowboard-Bindung einzustellen kann eine Wissenschaft für sich sein. Aber auch richtig Spaß machen. Denn jeder Grad mehr, jede Schraube nach vorne oder hinten spürst du unmittelbar beim Boarden. Let’s shred!