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Nachtwandern: das sollte in deinen Rucksack

9. Apr. 2024
Lesezeit: 5 Min

Du findest nicht die Zeit, um bei Tageslicht zu einer schönen Wanderung aufzubrechen? Du suchst nach einem neuen Adrenalinkick? Vielleicht bereitest du dich auch auf eine 24-Stunden-Wanderung vor? Oder du empfindest sind die kühlen Temperaturen am Abend einfach angenehmer ... Es kann viele gute Gründe dafür geben, erst mit Einbruch der Dunkelheit die Wanderschuhe zu schnüren. Ganz gleich, ob du schon länger mit dem Gedanken an eine Nachtwanderung spielst oder gerade erst den Nervenkitzel verspürst, im Dunkeln loszuziehen – wir haben alles Wichtige für dich zusammengestellt, damit du diese etwas ungewöhnliche Variante des Wanderns voll genießen kannst.

Vorbereitung auf deine erste Nachtwanderung

Selbst wenn du regelmäßige Tagestouren unternimmst, solltest du dich gründlich auf deine erste Nachtwanderung vorbereiten.Eine wichtige Faustregel lautet, niemals allein aufzubrechen. Zum einen kann es echt beruhigend sein, jemanden an deiner Seite zu wissen, zum anderen könnt ihr euch gegenseitig helfen, wenn etwas passieren sollte (was wir natürlich nicht hoffen!).

Damit der Spaß auch sicher bleibt

Wenn du das erste Mal in der Nacht losziehen willst, empfehlen wir dir eine Route, die weder zu anstrengend noch zu lang ist. Idealerweise wanderst du auf einer bekannten Strecke, die du bereits bei Tageslicht gelaufen bist. Du wirst schnell merken, dass sich im Dunkeln alles anders anfühlt – die Entfernung und auch die Wahrnehmung der Zeit. Ratsam ist es außerdem, eine Vertrauensperson über deine geplante Strecke sowie die voraussichtliche Start- und Ankunftszeit zu informieren. Wichtig: Überschätze dich und deine Fähigkeiten nicht! Nachts dauert alles länger, vor allem die Orientierung und Navigation.

Schließlich solltest du auch einen genauen Blick aufs Wetter werfen, bevor du aufbrichst. Ruhige Witterung und ein klarer Himmel sind eindeutig wertvolle Begleiter. Und wenn du in einer Vollmondnacht losziehst, profitierst du sogar von einer besseren Sicht.

Wichtige Ausrüstung bei einer Nachtwanderung

Als Erstes brauchst du natürlich einen guten Wanderrucksack, der voll und ganz auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Beim Packen gehst du genauso wie bei einer Tagestour vor. Bedenke jedoch, dass die eingeschränkte Sicht bei Nacht und die kühleren Temperaturen ein Plus an Aufmerksamkeit erfordern und manche Dinge noch wichtiger werden.

Auf eine gute Stirnlampe kommt es an

Das Wichtigste bei einer Nachtwanderung ist, gut zu sehen und gut gesehen zu werden. Deshalb brauchst du in jedem Fall eine gute Stirnlampe. Finde ein Modell mit ordentlicher Leuchtstärke, das zudem eine lange Leuchtdauer hat. Achte darauf, dass die Akkus der Lampe vollständig geladen sind, wenn du losziehst, und nimm am besten Ersatzakkus oder eine Powerbank mit. Falls du deine Nachtwanderung in der Stadt startest, ist reflektierende bzw. leuchtend bunte Kleidung eine prima Idee. Deine Stirnlampe hat einen Blinklichtmodus? Nutze ihn, um vorbeifahrende Autos auf dich aufmerksam zu machen. Noch ein letzter Tipp: Vermeide es, Mitwandernden mit eingeschalteter Stirnlampe direkt ins Gesicht zu blicken. Zum einen ist es keine schöne Erfahrung, geblendet zu werden, zum anderen kann es mehrere Minuten dauern, bis sich die Augen wieder an die Dunkelheit gewöhnt haben.

Gute Kleidung für eine Nachtwanderung

Eines ist sicher: Nachts ist es kälter als am Tag. Packe daher mehrere Bekleidungsschichten ein, damit du bei fallenden Temperaturen nicht frierst. Ein passendes T-Shirt, ein Fleeceoberteil (oder eine Daunenjacke) und eine Wind- bzw. Regenjacke als äußere Schutzschicht vor den Elementen sind das Mindeste. Außerdem empfehlen wir eine Wanderhose. Achte darauf, dass deine Gliedmaßen gut bedeckt sind, da die meiste Körperwärme über die Hände und den Kopf abgegeben wird – Handschuhe und eine Mütze sind daher unverzichtbar.

Essen und Trinken bei einer Nachtwanderung

Bei einer Nachtwanderung gerät das Essen und Trinken leicht in Vergessenheit. Warum? Wenn die Sonne nicht mehr scheint, sind unsere Sinne wegen der Dunkelheit in erhöhter Alarmbereitschaft. Denk also daran, genügend Müsliriegel und Snacks sowie ausreichend Wasser einzupacken (und auch zu verzehren). Wenn das Thermometer rapide sinkt, kann eine Thermoskanne mit einem heißen Getränk eine echte Wohltat sein.

Expect the Unexpected

Die Orientierung bei Nacht kann eine ziemliche Herausforderung sein, da du einfach weniger siehst als bei Tageslicht. Smartphone oder GPS-Gerät mit Hintergrundbeleuchtung sind praktische Tools (so lange der Akku aufgeladen ist und du weißt, wie du sie bedienst). Doch mit einer guten alten Wanderkarte und einer Stirnlampe machst du auch nichts verkehrt.Wir haben bereits erwähnt, wie wichtig ein voll geladener Akku bei Stirnlampe und Smartphone ist. Zu deiner eigenen Sicherheit empfehlen wir dir, einen Ersatzakku bzw. eine Powerbank und Ladekabel mit einzupacken. Genauso sollte eine Rettungsdecke in deinem Gepäck sein – sie wiegt nur wenige Gramm und kann dich im Zweifel gut schützen. Damit du wirklich unbeschwert starten kannst, gehört nicht zuletzt ein a Erste-Hilfe-Set in deinen Rucksack.Nachdem du nun alles Wichtige für deine erste Nachtwanderung zusammen hast, geht es um die Frage, alles in deinem Rucksack zu verstauen. Achte auf eine gute Organisation, da du nachts nicht so gut siehst. Denn es wandert sich einfach unbeschwerter, wenn du bei einsetzender Kälte genau weißt, wo du deine Handschuhe verstaut hast.

Du bist auf dem richtigen Pfad und genießt das einmalige Erlebnis deiner Nachtwanderung? Denke daran, dass viele Tiere nachtaktiv sind. Bitte respektiere die Flora und Fauna und halte ausreichend Abstand zu Wildtieren, bleib immer auf den Wegen und verhalte dich möglichst ruhig. So bleiben deine Sinne geschärft und du hast vielleicht das Glück, einige unvergessliche Begegnungen mit der Tierwelt zu erleben.

Checkliste für deine Nachtwanderung

  • Wanderschuhe
  • Rucksack
  • Angemessene Kleidung (mehrere Schichten, nach Möglichkeit reflektierend)
  • Handschuhe, Mütze, Halswärmer
  • Stirnlampe und Smartphone (Akku jeweils vollständig geladen)
  • Ersatzakku und Ladekabel
  • Erste-Hilfe-Set
  • Wasser und Snacks
  • GPS oder Wanderkarte

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