So wählst du den richtigen Laufrucksack
Der Laufrucksack ist mittlerweile zum Symbol für Trailrunning geworden. Beim Roadrunning oder Marathon hingegen ist er kaum zu sehen. Wie erklärt sich dieser Unterschied? Nach unserem Artikel zur Wahl des passenden Trailrunning-Schuhs findest du hier Empfehlungen, wie du den richtigen Laufrucksack wählst.

Auf der Straße so leicht wie möglich
Wenn du auf der Tartanbahn läufst, bleibt dein Rucksack neben der Bahn. Unterwegs wird er nicht benötigt.
Auch für kurze Läufe im städtischen Umfeld (unter einer Stunde) brauchst du ihn nicht. Wenn du länger oder bei starker Hitze läufst, kann ein Gürtel aushelfen, in dem ein wenig Verpflegung und Wasser Platz finden.
Für erfahrenere Läufer\*innen ist eine Weste mit einem Volumen von 2 bis 5 l für die Trinkversorgung völlig ausreichend.
Selbstversorgung beim Trailrunning
Gegenüber dem Roadrunning ist die Selbstversorgung auf dem Trail entscheidend. Hier geht es aber nicht nur um die Flüssigkeitszufuhr. Du musst auch Ausrüstung mitnehmen, um je nach Umgebung deine Sicherheit zu gewährleisten. Bei manchen Wettkämpfen werden obligatorische Aufrüstungsgegenstände verlangt. Das musst du im Auge behalten!
Trinkweste oder Multisport-Rucksack?
Bei Trailrunning-Rucksäcken muss man zwischen Weste und klassischem Rucksack unterscheiden.
Dabei wurde die TRINKWESTE speziell fürs Laufen entworfen. Sie wird höher am Rücken getragen und sitzt fest am Körper, sodass sie beim Laufen nicht verrutscht. Du solltest dich daher für eine Weste entscheiden, die sich deiner Körperstatur optimal anpassen kann. Hier gilt es also, die richtige Größe und die für dich beste, ergonomische Form zu wählen.
Der klassische RUCKSACK ist vielseitiger und ein Allrounder für viele Sportarten. Er ist eine gute Option für deine ersten Trailtouren, wird sich aber mehr bewegen und nicht so fest sitzen wie eine Weste. Das kann sich schnell als störend oder durch aufgeriebene Stellen als schmerzhaft erweisen.
“Die Wahl des richtigen Laufrucksacks hängt davon ab, wie lange deine Laufrunde ist und wie viel Verpflegung und Equipment du dafür brauchst. ”
Rickey Gates
Welches Rucksackvolumen sollte ich für meine Distanzen wählen?
Das Rucksackvolumen hängt von der Länge deiner Touren oder beim Wettbewerb von der Distanz zwischen den Versorgungsstationen ab.
Dauer deiner Selbstversorgung:
- Unter 1 Stunde: eventuell Gürtel oder Weste mit 2 l
- 1 bis 2 Stunden: 2 bis 5 l
- 3 Stunden und länger: 6 bis 10 l
- Ultratrails oder sehr abgelegene Touren: 12 l
Weitere Merkmale: alles schnell zur Hand
Bei einem guten Trailrunning-Rucksack sollte alles griffbereit sein, ohne dass du ihn abnehmen musst – Trinkflaschen, Verpflegung, Jacke, Stöcke usw. Deshalb sind diese Rucksäcke mit vielen praktischen Taschen ausgestattet, damit du effizient unterwegs bist. Es liegt an dir, was du darin verstaust, aber achte darauf, nichts Unnötiges einzupacken.
Flüssigkeitszufuhr
Am besten verstaut man Soft Flasks in den Fronttaschen der Rucksackträger, um sich schnell mit Flüssigkeit zu versorgen (siehe Artikel zur Trinkversorgung). Viele Westen sind daher vorne mit zwei Taschen speziell für Trinkflaschen ausgestattet.
Falls du eine Trinkblase verwendest, muss diese gut fixiert sein, damit sie nicht herumwackelt und stört. Viele Westen sind mit einem entsprechenden Fach und Befestigungsmöglichkeiten ausgestattet, um solche Bewegungen zu minimieren.
Taschen
Hier geht es um Organisation, damit das Wesentliche griffbereit ist. Ob Verpflegung oder Schutzkleidung, alles sollte leicht zugänglich sein, ohne dass du anhalten musst.
Stockbefestigung
Wenn du mit Stöcken läufst, solltest du nach einem Rucksack Ausschau halten, der eine Verstaumöglichkeit dafür bietet. Ansonsten kann manchmal auch eine zusätzliche Stocktasche am Rucksack angebracht werden.
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